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Drehbuch zum geplanten Film „Locus Solus“

Screenplay for the intended movie “Locus Solus“

Die Geschichte von der Wasserkugel

The story of the water ball

Der Föderal

The federal

Der Vogel Alexander des Großen

The bird of Alexander the Great

Dantons Kopf

Danton’s head

 

Film: Lokus Solus, eine Ausstellung im Rehbergepark, Berlin

 

Auszug aus dem Drehbuch zum geplanten Film „Locus Solus“ nach Raymond Roussel, 1981

 

Locus Solus ist ein Ort der Kunst. Eine Oase in der Großstadtwüste. Eine große Exhibition.
Vernissage:
Der Zuschauer wird eingeführt in eine ungewöhnliche Welt inmitten der Stadt. Skulpturen und absurde Maschinen
stehen im Park von Locus Solus und der Künstler erzählt den Besuchern seine Intention und Geschichten.
Natur und Technik eskalieren im Park und produzieren ein Gewebe aus Realität, Poesie, Traum und Wirklichkeit,
aus Geschichten und Historie.
Dieser metaphorische Dualismus vom Verwandeln realer Dinge und Objekten in Mythen und Geschichten,
sollen im Film formal durch eine Kombination von Real- (Haupthandlung: Vernissage im Park) und Animationsfilm
(Geschichten und fiktive Historie) herausgestellt werden.
Der Film ist einer technisierten fortschrittsgläubigen Gesellschaft gewidmet, die nicht mehr Herr ihrer eigenen
Produkte ist; die blind geworden ist Dinge zu sehen, die ursprünglich mit ihr eins waren, z. B. die Natur; die
verlernt hat Märchen und Geschichten zu erfinden (man stelle sich ein Märchen über einen Atomreaktor vor).
Als ich den Roman Locus Solus las, stellte ich eine große Affinität zu meiner eigenen künstlerischen Arbeit
fest. Es drängte mich nach Verwirklichung diesen Stoff mit meiner bisherigen Arbeit als Synthese zu verbinden
und zu verfilmen.
Zitat Mallarmé: „Alles auf der Welt ist da, um in ein Buch (bzw. Film) zu münden“.

Vorschau der Änderungen

Michael Schulze

 

Extract from the script for the planned movie ‚‘Locus Solus‘‘ after Raymond Russel, 1981

 

Locus Solus is a place of art. An oasis in the ‚‘desert‘‘ of an metropolia. A large exhibition.
Vernissage:
The viewer is introduced to a strange world in the middle of the city. Sculpture and absurd machines are standing
in the park of Locus Solus and the artist tells his intention and stories to the visitors.
Nature and technology escalate in the park and produce a weave of reality, poetry, dreams and objectivity, out
of stories and history.
This metaphorical dualism of the morphing of real things and object into myths and history are supposed to
be expressed formally through the combination of live-action (main plot: vernissage in the park) and animated
(stories and fictional history) movie.
The film is dedicated to a society that technologically believes in progress. They are not masters of their own
products anymore. They became blind towards seeing the things they were once one with, for example nature.
They forgot to come up with fairytales and stories (just imagine a fairytale about an atomic pile).
When I was reading the book ‚‘Locus Solus‘‘, I realized a strong affinity towards my own artistic work. It
urged me to connect my work with its content as a synthesis, resulting in the desire to film this movie.
Quote by Mallarmé: „Alles auf der Welt ist da, um in ein Buch (bzw. Film) zu münden“.
„ Everything in the world exists to flow into a book (respectively, a movie)‘‘

 

Michael Schulze

 

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