Die Arbeiten aus dem Jahr 1976 bilden eine geschlossene Werkgruppe, in der sich Groteske, Surrealität und gesellschaftskritische Ironie verbinden. In der „Grotesken Figur“ tritt eine überlebensgroße Gestalt auf, halb Karnevalsmaske, halb Fratze, die gleichermaßen bedrohlich wie lächerlich wirkt. Das Bild „Nicht aus dieser Zeit“ zeigt puppenhafte Figuren, die in einer unwirklichen Szenerie zwischen Bühne und Realität schweben und damit Fragen nach Identität und Verstellung aufwerfen. Ähnlich arbeitet auch das Gemälde „Drei Hexen“, das archetypische Rollenbilder ins Groteske verzerrt und die archaische Macht solcher Figuren in ironischer Brechung vorführt. Im „Geschlechterkampf“ schließlich gerät das Aufeinandertreffen männlicher und weiblicher Figuren zur absurden Choreografie von Masken, Gesten und Posen. Das Gemälde „Im Kanal“ spitzt diese Themen noch einmal zu: hier treten entblößte, deformierte Körper, mechanische Puppenwesen und ein kleiner Hund in einer bühnenhaften Szenerie auf, die zwischen Anatomiesaal und surrealem Traumraum oszilliert. Gemeinsam verweisen diese Werke auf das Maskenhafte des Sozialen, auf Machtspiele und Rollenzwänge, die sich in übersteigerter Körperlichkeit und grotesker Überformung offenbaren.
“IM KANAL”, 1978, Oel auf Nessel, ca. 1,60 x 1,20 cm
GROTESKE FIGUR, (Maske und Mantel) 1976, Öl auf Nessel, 120×75 cm
Nicht aus dieser Zeit, 1976, Öl auf Leinwand, 120×190 cm
DREI HEXEN, 1976,Öl auf Nessel, 1976,120×120 cm
GESCHLECHTERKAMPF, 1976, Acryl auf Automatte, 90×70 cm
Landung, 1975, Oel auf Leinwand, 80 x 60 cm