Der „Kindheitsschrank“ (1993, präparierte Tiere, Polyurethan, Blei, Eisen, 12 Schubladen, H ca. 130 cm) ist ein autobiografisches Erinnerungsarchiv, das persönliche Erfahrungen und Naturbeobachtungen in poetisch verdichtete Objektkästen transformiert. Jede Schublade enthält ein Relief, das sich aus Fragmenten von Alltagsgegenständen, Fotografien, Tierpräparaten und symbolhaften Materialien zusammensetzt.
So entsteht ein Geflecht aus Natur, Kindheit und Geschichte, in dem intime Erinnerungen nicht in Worten erzählt, sondern in Formen, Oberflächen und Materialien sedimentiert sind. Die morphologische Logik des Objekts verwandelt Erlebtes in kleine Bühnen der Erinnerung – zwischen Fundstück und Reliquie, zwischen privater Biografie und allgemeiner Symbolik. Der Schrank ist damit zugleich persönliches Gedächtnismöbel und künstlerisches Denkmal, das von einer intensiven Affinität zur Natur und zu den Dingen erzählt.
Zu den Schrank-Schubladen:
Zum Video und Dokumentation:
Kindheitsschrank
https://youtu.be/5Z79y4By_jk