Frühe Arbeiten, 1968–1973
Viele der frühen Blätter entstanden aus einem persönlichen Umfeld: Der Künstler fertigte von seinen ersten Liebschaften Porträts der Freundinnen. Doch diese Porträts sind weit mehr als bloße Abbilder. Die Physiognomien öffnen sich in ornamentale Strukturen, Haare verschlingen sich mit Federn, vegetabile Muster überlagern Haut und Mimik. Das Gesicht wird zum Feld der Transformation – zwischen Intimität und Verfremdung, zwischen Realität und Traum.
Gerade dieses Motiv des Gesichts erweist sich als ein roter Faden, der bis in die Gegenwart reicht. Was in den frühen Arbeiten noch aus biografischer Nähe und künstlerischer Experimentierlust geboren war, kehrt heute im Konzept KOLLEKTIVGEDÄCHTNIS wieder: Das Gesicht als Projektionsfläche, als Speicher von Erinnerung, als Ort, an dem das Persönliche ins Allgemeine übergeht. So bilden die Porträts der Jugend den Ursprung eines Motivs, das das Werk bis heute strukturiert und ihm eine tiefe, zeitübergreifende Kontinuität verleiht.
Dr. Pelle Solus
Alwine, Tusche
Heike, 1971, Oelfarbe auf Karton
Strukturen, 1971, Oelfarbe auf Karton
Anne, 1969 Bleistift
Kuleiwa, 1970, Bleistift
Dorys, 1971,
Dorys 1973, Bleistift
Melancolie, 1969, Bleistift
Edens Garten, 1968
Einblicke, Bleistift 1968
Unterm Schirm, 1970, Bleistift auf Karton, 59 x 42 cm
Duo, 1968, Gouache, 42 x 29 cm
Unterm Schirm, 1969, Oel auf Karton, 84 x 59 cm
Erste Ausstellung im Exzellenzhaus in Trier, 1970
Gemeinschaftsausstellung im Angela-Merici Gymnasium-Trier, ca.1971