Mit den Tantiemen aus der Tanzmusik konnte ich mir endlich eine „anständige“ E-Gitarre leisten: einen schwarzen Hoyer-Nachbau der Gibson Les Paul. Später stattete ich sie mit in London gekauften Humbucker-Pickups aus – und war überzeugt, nun den echten Gibson-Sound zu spielen. Den Hoyer-Schriftzug am Hals übermalte ich sogar zeitweise mit dem Gibson-Logo. Dazu kam ein kleiner Fender Reverb, der mich lange begleitete und den ich heute noch besitze.
In Trier-Kürenz, nahe der Tabaksmühle, entstand das nächste Epizentrum meines musikalischen Lernens und Freundschaftens: die Band „Fox-Popoli“. Mit Äbby Simons (Bass), dessen Bruder Manny (Schlagzeug) und unserem Nachbarn Werner Nossem (Gitarre und Klavier) probten wir ernsthaft im Keller von Äbbys Oma – Beatles, Jethro Tull und auch eigene Stücke. 1969 brachte Äbby den weithin bekannten Trierer Schlagzeuger Martin Hermann zu einer Probe mit. Bald spielten wir in der Aula eines Gymnasiums nahe Bonn – vor dreißig Zuschauern, darunter sogar angereiste Trierer Fans. Es war viel zu laut, aber wir fuhren glücklich nach Hause.
Werner Nossem war ein herausragender Musiker und eine charismatische Persönlichkeit – für mich in dieser Zeit mein „Meister“. Doch fehlende Mittel verhinderten, dass er bei der rasanten technischen Entwicklung mithalten konnte. Die Band zerbrach schließlich, zurück blieben nur Äbby und ich – und wir suchten nach einem neuen Anfang.
Vox Popoli in Aktion: Äbbi Simon am Bass (l.), sein Bruder Manni am Schlagzeug, Werner Nossem (hinten links) an der Gitarre, und ich an der Gitarre
Vox Popoli in einer Bonner Schulaula: Äbbi Simon am Bass, Karl Weber am Schlagzeug, Werner Nossem an der Gitarre und ich an der Gitarre.
Vox Popoli in einer Bonner Schulaula: Äbbi Simon am Bass (l.), Karl Weber am Schlagzeug, Werner Nossem an der Gitarre (r.) und ich (mitte) an der Gitarre.
Vox Popoli in einer Bonner Schulaula: Äbbi Simon am Bass, Karl Weber am Schlagzeug, Werner Nossem an der Gitarre und ich an der Gitarre.