„Relikte des Ikarus“ (1985/86) – zwei in Blei gegossene Füße, gehalten von Hanfseilen, aufgehängt an einem schlichten Holzstab. Vom Flug ist nichts geblieben als die Spur der Schwere. Der Traum des Ikarus, einst von Sonne und Freiheit getragen, sinkt hier in die Erdlast des Metalls. Der Stab – ein Flügel ohne Auftrieb, ein Fragment ohne Himmel. Was bleibt, ist das Echo eines Absturzes: der Mensch gefesselt an die Schwerkraft, gebannt in das Paradox zwischen Sehnsucht und Verhängnis.
RELIKTE DES IKARUS, 1985/86, Polyurethan, Blei, Hanfseil, Marmor, ca. 250×200 cm
Skizzen zu RELIKTE DES IKARUS, 1986, Bleistift auf Packpapier, 44×30 cm